Geschichte des Kontos

Wann es die ersten Konten gab, welche die Aufgaben der heutigen Girokonten erfüllten, ist nicht eindeutig geklärt.

In Europa hat der bargeldlose Zahlungsverkehr mit den Geldwechslern schon im Mittelalter begonnen. Überlieferungen von Überweisungen und Gut- und Lastschriften von einem auf das andere Konto gab es schon im 11. Jahrhundert. Ebenfalls ist der bargeldlose Geldtransfer von einem Geldinstitut zum anderen über Verrechnungskonten nachgewiesen.

Die Geschäfte der Geldwechsel beschränkten sich zu dieser Zeit nur auf den regionalen Zahlungsverkehr, weil die Transfers nur mündlich angeordnet werden konnten.

Die Form einer kontenmäßigen Verrechnung breitete sich im Spätmittelalter von italienischen Kaufleuten nach Europa aus und setzte sich schließlich weltweit durch. Der Giroverkehr in Deutschland begann mit der Gründung der Hamburger Bank im Jahr 1619. Im Jahr 1875 wurde die Deutsche Reichsbank gegründet und der Giroverkehr über das gesamte Reich ausgebreitet. Er blieb aber weitgehend den wohlhabenden Bürgern und den großen Firmen vorbehalten, bis die Deutsche Reichspost im Jahr 1871 diesen Missstand änderte. Ab dato kamen auch die Bürger in den Genuss eines Bankkontos, deren Mindestanlagen die 1.000 Mark Grenze unterschritten hatten.

In den 1960er Jahren forderten größere Unternehmen und Behörden, dass sich die Arbeitnehmer Löhne und Gehälter auf ein Bankkonto auszahlen lassen. 1960 entdeckten die Großbanken das Privatkundengeschäft und richteten im großen Stil Lohn- und Gehaltskonten ein.